FROST UND FLAMMEN

Viele WinzerInnen im ganzen Burgenland haben heute in den frühen Morgenstunden hart darum gekämpft, die heurige Traubenernte vor der Zerstörung durch Frost zu bewahren. Ich war mit meiner Leica im Auftrag des Weinguts Erwin Tinhof bis in die frühen Morgenstunden hautnah am Geschehen mit dabei und habe die ganze Dramatik der Nacht und den enormen Einsatz der Kleinhöfleiner WinzerInnen mit der Kamera für Euch festgehalten.

 

3:00 Uhr Früh. Die ersten Feuer brennen.

3:45 Uhr. Das Leuchten der Strohfeuer erhellt die Nacht.

3:50 Uhr. Die Traktoren sind permanent im Einsatz.

4:00 Uhr. Zeit für eine kurze Lagebesprechung.

4:01 Uhr. Keine Zeit für lange Worte.

4:15. Die Strohballen brennen lichterloh.

4:30 Uhr Nochmal richtig anheizen.

4:45 Uhr. Zeit für eine Tschick zwischendurch.

4:50 Uhr. Der Wind steht günstig. Der Rauchnebel breitet sich langsam über die Rieden aus.

5:30 Uhr. Immer wieder ein Blick auf die aktuelle Temperatur. Die Lage ist kritisch.

5:47 Uhr. Entlang des Weges sind kleine Strohballen aufgebracht, die gleich angezündet werden.

5:53 Uhr. Die Nebelwand breitet sich perfekt aus. Der Rauch schützt vor der zu schnell erwärmenden Sonneneinstrahlung und verhindert so, dass die Zellen in den Trauben aufplatzen.

5:54 Uhr. Sonnenaufgang!

5:58: Perfekt. Der Plan geht auf.

6:00 Uhr. Rasch steigt die Sonne höher.

6:40 Uhr. Die Sonne ist aufgegangen. Was getan werden konnte, das wurde getan.

6:45 Uhr. Es ist geschafft.

6:50. Ungewissheit. Doch die Arbeit ist getan. Zeit für ein Winzerfrühstück.

6:55 Uhr. Eine lange Nacht geht zu Ende. Hoffentlich bleibt ein Einsatz wie dieser in den kommenden Jahren erspart. DANKE AN ALLE, DIE IN DIESER NACHT SO HART UM DIE TRAUBENERNTE GEKÄMPFT HABEN!